Dinnies

 


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Biografien
David Christoph wurde als jüngster Sohn des Schulmeisters Martin Pentzlin 1768 in Pripsleben (bei Altentreptow, VP)  geboren und wuchs in Rödlin auf. Er war lange Zeit landwirtschaftlicher Inspektor bei seinem reichen Bruder Martin Jacob P. zu Amalienhof bis 1807. Nach dem Tode seiner Frau Dorothea Charlotte Reinke (sie starb mit nur 28 Jahren am Kindbettfieber) hat er wohl die letzten Jahre seines Lebens bei seinem einzigen Sohn Amandus P. zugebracht, denn er ist 1747 in Dinnies gestorben und auf dem Friedhof in Ruest begraben.

Amandus
Pentzlin wurde auf dem Rittergut Amalienhof (bei Warnkenhagen) 1805 geboren. Er wuchs zum Teil bei seiner Tante Christine Fischer zu Niendorf (bei Teterow) auf.
Dort starb seine Schwester Juliana bereits mit 13 Jahren an der Schwindsucht (Tuberkolose). Amandus starb in Dinnies 1849 schon mit 44 Jahren (am Nervenfieber / Typhus), als seine vier Kinder noch jung waren (1 bis 11 Jahre). Leider existiert von ihm kein Bild. Wir besitzen auch nichts Schriftliches von seiner Hand, außer seiner Unterschrift unter dem Kaufvertrag von Dinnies, wo er mit Amandus Pentzlin unterschrieben und mit einem Petschaft besiegelt hat, das damals noch die Buchstaben A.P. trug.Unterschrift Amandus   Siegel“Es stellt auf einem Hügel stehend eine weibliche Figur dar, welche in der rechten Hand drei Ähren trägt und mit der linken sich auf einen Anker stützt.”
Amandus konnte glücklicherweise Dinnies (bei Mestlin)  im Jahre 1837 von seinen Schwägern Fritz und Wilhelm Greffrath kaufen, als er sich mit deren Schwester Friederike Greffrath vermählte. Ihr Vater Wilhelm Friedrich Ludwig Greffrath (Gutsbesitzer von Klein Pritz und Dinnies) war schon 1828 gestorben (mit 43 Jahren an Lungen-Schwindsucht) und Amandus P. wurde 1830 der Verwalter des Gutes, da die Söhne zu jung waren (12 und 17 Jahre). 
Nach dem frühzeitigen Tode von Amandus P. im Jahre 1849 und den wenigen Jahren ihrer Ehe verließ Friederike Pentzlin (geb. Greffrath) ihren Besitz. Dinnies wurde fortan durch einen Inspektor bewirtschaftet, und die Familie zog nach Goldberg, wo sich eine gute Privatschule befand. Es lebte dort ein Bruder, der "Unkel Dusenddeubel" (Kaufmann Wilhelm Greffrath), und ihre Schwester "Tante Minchen", die mit Friederike P. nach Schwerin zog.
So haben die vier Kinder von Amandus P. ihre Kindheit und Jugend in Dinnies, Goldberg und Schwerin verbracht.
  • Caroline (geboren 1838) heiratete den Gutspächter Gottlieb Regelien; gestorben ist sie 1893 in Parchim.

  • Carl Wilhelm Amandus wurde 1839 geboren und heiratete die Schwägerin Caroline Regelien (siehe unten).

  • Wilhelm, geboren am 7. Juli 1841, starb schon mit 17 Jahren am Nervenfieber (Typhus) am 28. Aug. 1858
  • Mathilde (geboren 1843) heiratete den Gutspächter Alexander Bade ; sie starb 1921 in Neustrelitz.

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Carl Wilhelm Amandus Ludwig Christian wurde am 15. April 1839 auf dem Gut Dinnies geboren (getauft in Ruest-Mestlin).
Sein Vater, der Gutsbesitzer Amandus P., starb, als Carl erst 10 Jahre alt war. Seine Mutter, Friederike Greffrath zog mit der Familie nach dem nahen Goldberg. Dort ging Carl in eine Privatschule und später in Schwerin. Mit 17 Jahren verließ Carl 1856 das Gymnasium Friedericianum in Parchim, um eine Landwirtschaftslehre zu beginnen. Er sollte das Gut Dinnies so bald wie möglich übernehmen und "studierte" eifrig bei seinem Lehrherrn, dem Kammerpächter Regelien auf dem herzogl. Gut zu Malow. (Ein Jahr später heiratete seine Schwester Caroline P. den Sohn seines Lehrherrn,
Gottlieb Regelien, Gutspächter auf Rethwisch bei Waren.) Mit 19 Jahren verlobte sich Carl W.A. mit der Tochter seines Lehrherrn, Caroline Regelien. Ein Jahr war Carl noch als Wirtschafter in Gägelow tätig, bevor er 1859 in Malow heiratete und dann das Gut Dinnies übernahm. Ein schönes Paar sollen sie gewesen sein und sind es bis zur goldenen Hochzeit geblieben. 

Carl Pentzlin Carl W.A. Pentzlin und  Caroline Regelien  seine Frau Caroline Regelien

Aus Sorge über seine drei unverheirateten Töchter und ihre eigene Zukunft (im Alter von 68 Jahren!) verkaufte Carl W.A. das Gut Dinnies im Jahr 1907. Sein ältester Sohn Rudolf hatte gehofft, es übernehmen zu können. So übernahm Rudolf P.  Hanshagen als Gutspächter.
Carl und Caroline P. zogen nach Schwerin in ein Stadthaus (Voßstraße) und richteten die Zimmer wie in Dinnies ein. Ihre Diamantene Hochzeit feierten sie 1910 auf dem Gut in Hanshagen/Ziethen?. Sie erlebten noch ihre eiserne Hochzeit, bevor Carl W.A. bei einem Besuch in Ziethen, bei seiner Tochter Clara (verh. mit Pastor Rußwurm) 1925 starb.

Carl und Caroline

Gemeinsam hatten sie 11 Kinder, von denen drei früh starben (Wilhelm *1863, Margarethe *1867 und Franz *1872):
  • Martha (geboren 1860) blieb ledig und schrieb die Chronik; gestorben ist sie 1947  in Schwerin.
  • Clara (geboren 1862) heiratete den Pastor Peter Rußwurm; gestorben ist sie 1948 in Ziethen
  • Aline (geboren 1863) heiratete den Gutspächter Max Schröder; gestorben ist sie 1927 in Heidehof b. Jüterborg.
  • Anna (geboren 1865) heiratete den Mineralogen Prof. Robert Scheibe; gestorben ist sie 1962 in Kiel.
  • Rudolf (geboren 1868) heiratete Ina Elvers und Anna-Lisa Jenz; gestorben ist er 1956 bei Schönweide.
  • Carl Adolf Wilhelm (geboren 1870) heiratete die Witwe Elisabeth Schlange; gestorben ist er 1938. in Schmachthagen.
  • Elisabeth (geboren 1873) blieb ledig und war Wäschebeschließerin; gestorben ist sie 1958 in Schwerin.
  • Hannah (geboren 1880) blieb ledig und war Schwester im 1. WK; gestorben ist sie 1965 in Schwerin.

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