Ursprung
Vorpomm.

Mecklenb.
Dinnies
Müritz

Biografien
Pächter



Viele meiner Vorfahren hatten einen landwirtschaftlichen Beruf, eine Pachtung oder waren sogar Gutsbesitzer.
In Mecklenburg und Vorpommern gab es verschiedene Bezeichnungen
für den Gutsverwalter:  Wirtschafter - Inspektor - Oekonom - Küchenmeister (im Kloster) - Arrendator (in VP und UM)
für den Gutspächter:  Pensionär - Kammerpächter - Domänenpächter - Oekonomierat (Ehrentitel)

Weitere Bezeichungen bei den Landwirten:
Kolonist - Kossät - Baumann - Ackerbürger
Erklärungen bei eMecklenburg

Die Tabelle  der eigenen Verwandten mit Namen-Jahr-Ort-Beruf-Besitzer  wird noch ergänzt.
 
Quellen im Internet:
  • Mecklenburgische Staatskalender (1800 - 1850)
  • ... über die Versammlung dt. Land- und Forstwirthe zu Doberan 1841 (google books)
  • Güter-Adressbuch 1895 (Orts-Register, Personen-Register)
  • Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern (alfabetisch)
  • ... und Herrenhäuser in MeckPomm (W.Conrad, Teil 1)

 
Staatsdomänen und Rittergüter in Mecklenburg
(Quelle:  Gutshäuser

Was waren Domänen?

Mecklenburgs Dorfland gehörte 1800 knapp zur Hälfte Großgrundbesitzern, die als "Ritterschaft" Sitz und Stimme im Landtag hatten (gegen Ende des 19. Jhdts., aber oft reiche Bürgerliche waren), knapp zur anderen Hälfte als "Domanium" den Landesherren, den beiden Großherzögen.

Der Ertrag des Domaniums war für die Kosten der Staatsverwaltung zu verwenden. Ein Teil wurde 1849 als "großherzogliches Hausgut" abgesondert, das die Kosten der Hofhaltung des Landesherrn trug. Daneben gab es ländliche Domänen der Städte, der Kirche und der evangelischen Damenklöster (für unversorgte Adlige).
Die "Ritterschaft" bemühte sich meist, die Zahl der Bauern zu senken, der Landesherr dagegen, die Bauern zu halten und zu veranlassen, sich als "Büdner", "Kätner", im 19. Jhdt. auch mit größeren Höfen selbständig zu machen. Dazu vergab er domaniales Land in Erbpacht, die sich vom Eigentum nur dadurch unterschied, dass eine jährliche Pacht ("Pension") gezahlt wurde. Die Pächter waren also keine Gutsbesitzer, nicht landtagsfähig, kaum je adlig. Gab es keine Beanstandungen, so wurden ihre Verträge zwar auf Wunsch verlängert, trotzdem wechselten die Pächter häufig.

Anlage der Domänenhöfe

Die Anlage der Domänenhöfe war weitgehend von der landesherrlichen Domanialverwaltung vorgegeben und recht einheitlich.

Symbol einer Domäne Domänen-Symbol auf einer Landkarte

Auf den Messtischblättern von 1881 bilden sie gewöhnlich ein langgestrecktes Rechteck, an der einen Schmalseite durch das Haus des Domänenpächters abgeschlossen, ihm folgen an den Längsseiten links und rechts große Wirtschaftsgebäude und schließlich die "Katen" der Gutsarbeiter und die "Schnitterkaserne" für die Wanderarbeiter, die bei der Ernte hinzustießen.

Katen und Schnitterkaserne sind oft noch kaum verändert vorhanden. Es sind gewöhnlich schmucke Ziegelsteinbauten aus der 2. Hälfte des 19. Jhdts. mit heute je 2 bis 4 Wohnungen. Die Wirtschaftsgebäude sind in ihrer ursprünglichen Form nur da erhalten, wo die Domäne auch heute als großes Gut bewirtschaftet wird, sonst manchmal zu Wohnhäusern umgebaut, meist aber bis zur Unkenntlichkeit umgeformt oder teils Ruinen.

Die Wohnhäuser der Domänenpächter sind dagegen - anders als die Gutshäuser - fast immer erhalten, weil man sie nicht als Denkmal des "Junkertums" ansah, und weil sie, kleiner und mit niedrigeren Räumen als die Gutshäuser und Schlösser, leichter als Wohnungen, Schulen oder Büros nutzbar, vor allem besser heizbar waren.